Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge rund um das Unternehmen Wöhrl transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Samstag, 27. Juni 2015

Lohnabrechnungen durch SAP 
Liebe Kollegen und Kolleginnen,
wie Ihr ja alle wisst und meist schmerzlich im Geldbeutel  bemerkt habt, ist die Firma Wöhrl seit längerem nicht in der Lage eine korrekte Lohnabrechnung zu erstellen. Seit Einführung des EDV Programmes SAP zum ersten Januar  waren die Berechnungen größtenteils falsch. Selbst die Korrekturen der Korrekturen und die Korrekturen der Korrekturen sind keinesfalls alle richtig!
Fehler entstanden z.B. dadurch, dass
·         die Feiertage im Januar nicht bezahlt wurden
·         Krank- und Urlaubstage nicht berechnet wurden
·         kein Mankogeld an die Kassiererinnen überwiesen wurde
·         Sozialabgaben falsch berechnet wurden
·         Sparverträge nicht bedient wurden,
·         die Summe der Arbeitsstunden falsch addiert wurde,
·         etc…. die Liste der möglichen Fehler ist schier unendlich lang und betrifft alle Mittarbeiter von der 450,-€ Kraft bis hin zum Azubi.
Der größte Fehler wurde aber bei der Berechnung der Provision gemacht!
Hier wurde teils das Provisionssystem von SinnLeffers als Grundlage zur Berechnung benutz, d.h. prozentuale Berechnung auf den Bruttowarenpreis, auf den Artikelpreis ohne Reduzierung und Provision ab dem ersten Teil. Das führte zu dieser überaus, im ersten Moment erfreulichen, hohen Prämie!
Der Arbeitgeber fordert diese zu hoch ausbezahlte Prämie von Euch zurück. Wie Ihr wisst sollte diese Rückforderung sofort zum Abzug gebracht werden. Der Gesamtbetriebsrat hat sich eingeschaltet und mit dem Arbeitgeber vereinbart, dass erst nach vollständiger Klärung der Fehler und nach Erhalt von nachvollziehbaren und korrekten Abrechnungen diese Rückforderung geletend gemacht wird. Anders als im Schreiben von Herrn Rösch an die Mitarbeiter, wird diese Rückforderung auch in der Mai und Juniabrechnung nicht gemacht!
Obwohl sich der Gesamtbetriebsrat  in dieser Sache bemüht, sei hier eindringlichst darauf hingewiesen, dass alles was mit Lohn zu tun hat Individualrecht ist und der Betriebsrat hierauf keinen Einfluss nehmen kann! Was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter selbst juristische Schritte einleiten muß, um eine korrekte Lohnauszahlung zu erhalten!  Hier kann wohl niemand mehr nachvollziehen, was überhaupt berechnet wurde! Mehr als zu empfehlen ist jetzt eine Mitgliedschaft bei der VERDI, denn damit habt ihr auch eine Arbeitsrechtschutzversicherung.
Aus unserer Sicht besteht hier eine absolut begründete Besorgnis, dass das nicht zu Gunsten der Mitarbeiter enden wird!

Gewerkschaftsmitglieder sind automatisch arbeitsrechtschutzversichert!
Mobilisiert Euch. Organisiert Euch.
Euer Blogger-Team

P.S.: Nachdem was man so aus der Zentrale munkeln hört, wird auch die kommende Abrechnung wohl nicht vollständig richtig sein!

Freitag, 22. Mai 2015

Achtung Teilzeitkräfte auf Basis 450,- € !

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

die Wöhrl AG hat sich was Neues einfallen lassen. Als gäbe es nicht genug offene Baustellen!
Wöhrl hat vor, die Teilzeitmitarbeiter auf geringfügig beschäftigter Basis in eine Dienstleistungsgesellschaft ( WTHG = Wöhrl Textilhandelsgesellschaft ) deren Betriebszweck unter anderem die Arbeitnehmerüberlassung ist, umzufirmieren.

Das heißt: Die 450,- € Kräfte sollen die Kündigung erhalten.
Danach werden sie dann in der WTHG eingestellt und zu Leiharbeitern gemacht.

ACHTUNG:
Keiner sollte oder muss einen neuen Vertrag, Übergangsvertrag, eine Kündigung etc.  unterschreiben !
450,- € Kräfte sind keine Aushilfen! Sie sind geringfügig beschäftigt Teilzeitmitarbeiter mit sämtlichen gesetzlichen Rechten und Pflichten. In den Wöhrl Filialen sind diese Kollegen und Kolleginnen meist in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, mit langer Betriebs-zugehörigkeit, regelmäßigen Arbeitszeiten und dem Recht auf 36 Tage Urlaub etc.
Und das soll auch so bleiben!
Bekommt einer von Euch einen solchen Vertrag unter die Nase gehalten, können wir nur raten: bedanken, einstecken und ab zum Betriebsrat bzw. Gesamtbetriebsrat!
Nichts unterschreiben und der Kündigung schriftlich widersprechen! 
Die bloße Stundenzahl rechtfertigt keine Kündigung! Betriebsbedingte Kündigungen sind das auch nicht! Sollte der Arbeitgeber Euch unter Druck setzen oder rechtliche Vertreter bemühen, dann stehen der Betriebsrat und die Gewerkschaft Euch tatkräftig zur Seite!
Aber auch hier ist wieder mal zu beachten:
INDIVIDUALRECHT- EIGENE KÜNDIGUNGSSCHUTZKLAGE.
Empfehlenswert hier: Mitgliedschaft bei Verdi mit Arbeitsrechtsschutz und Beratung.

Unsere Kollegen sollen Kollegen bleiben und nicht Fremde im eigenen Haus oder
Arbeiter auf Abruf für irgendwann im Nirgendwo!

Wie Ihr sehen könnt, liebe Kollegen und Kolleginnen, vieles verändert sich und nicht zum Besten! Hier unser Apell an Euch: Gründet Betriebsräte – dringend - und organisiert Euch gewerkschaftlich! Auch 450,- € Mitarbeiter können Betriebsräte werden!
Es bricht ein neues Zeitalter an, bereitet Euch vor.
Beim Wunsch nach Betriebsratswahlen unterstützt Euch auch Dominik Datz von Verdi (siehe Impressum).

Es grüßt Euch herzlichst
euer Blogger Team


Samstag, 16. Mai 2015

Haus Zwickau schließt 2016


Liebe Kollegen und Kolleginnen.

Haus Zwickau schließt. 


Zwickau ist für Wöhrl offen bekundet ein wirtschaftlich guter Standort.

- Aber der Ort der Filiale entspricht nicht der von Wöhrl gewünschten Lage in Zwickau.

Die Stadt Zwickau und das Stadtmarketing, wie auch die örtliche IHK möchten Wöhrl dabei unterstützen einen neuen besseren Filialstandort zu finden.

- Wöhrl arbeitet lieber einen Sozialplan für langjährige Mitarbeiter aus.

Man hält sich aber ein Hintertürchen für eine Zukunft in Zwickau offen – man will ja nicht die dortige Stammkundschaft verprellen.

- Vielleicht für ein Outlet? Vielleicht für jüngere und billigere Mitarbeiter? Wer weiß?

Man kann dem Zwickauer Betriebsrat, den Kollegen und Kolleginnen dort nur raten, sich nicht kampflos der augenscheinlich ausweglosen Situation zu ergeben.
Eine Abfindung ersetzt keinen Arbeitsplatz!
Wir hoffen, dass  die Zwickauer Mannschaft zusammensteht und sich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze engagiert. Holt Euch Unterstützung bei der Gewerkschaft, der Kommunalpolitik und vor allem bei Eurer Kundschaft!

Mit der angebotenen Hilfe der Stadt und einem willigen verantwortungsvollen Arbeitgeber könnte es sicher gelingen einen attraktiven Standort innerhalb eines Jahres zu finden!

Einen besonderen Gruß an unsere Zwickauer Kollegen und Kolleginnen-
unserer Solidarität könnt Ihr Euch sicher sein!

Euer Blogger Team


Freitag, 17. April 2015