Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge rund um das Unternehmen Wöhrl transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Donnerstag, 20. August 2015



1 € mehr ??? Wirklich?

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist gelungen. Es hat sich gezeigt, dass es sich auszahlt, dafür zu kämpfen und nicht locker zu lassen! Die ersten Betriebsversammlungen während der Arbeitszeit am 05.06.2015 und die Streiks haben dem Unternehmer beeindruckt und dafür gesorgt, die massive Unzufriedenheit der Mitarbeiter ernster zu nehmen.
Das führte gestern dazu, dass Veränderungen bei der Entlohnung die rückwirkend zum 01.08.2015 die MA besänftigen sollen, präsentiert wurden. Hier nochmal ein großes Danke an alle mutigen  Kollegen und Kolleginnen! Weiter so - es wirkt!
Es gibt für die MA der Nebenbereiche wie Kasse, Deko, Hausmeister 1€ mehr Stundenlohn. 
Die Verkäufer sollen ebenfalls 1€ mehr erhalten.
Für diese Personengruppe bedarf es einer Erklärung. Bei den Verkäufern handelt es sich in den wenigsten Fällen um eine tatsächliche Lohnerhöhung. Vielmehr läuft es darauf hinaus, dass hier die Provision gegen gerechnet wirdNur die Verkäufer die den Umsatzsockelbetrag nicht überschreiten und somit keine Provision erhalten, erhalten tatsächlich spürbar 1€ mehr pro Stunde. Sobald die erwirtschaftete Provision mit dem bisherigen Stundenlohn über dem neuen Stundenlohn liegt, zahlt sich der Verkäufer mit seiner Provision diese Lohnerhöhung quasi selbst. Es sinkt dann seine Provision. Das ist alles. Man kann hier also von KEINER Lohnerhöhung sprechen. Es gibt Wöhrl-Filialen in denen von etwa 19 Verkäufern 3 tatsächlich eine spürbare Lohnerhöhung bekommen, die dann aber je nach Provision auch unter dem 1€ liegt.
Die restlichen Verkäufer gehen absolut leer aus. Auch die Abteilungsleiter erhalten  keine Lohnerhöhung. Diese Lohnanpassung soll also wirklich nur etwas Ruhe unter dem  Personal schaffen. Ausgereift oder gerecht ist sie keinesfalls.Die Lohnungerechtigkeit bei Wöhrl und auch eine Vergütung weit unter Tarif bleiben unverändert bestehen!
Ungeklärt ist bisher auch was mit den geringfügig Beschäftigten auf 450 € Basis passiert. Bleibt es da bei den bisher 8,50€???
Abschließend muss man feststellen, dass es keine reelle Lohnerhöhung gibt, sondern ein Griff in die Tasche eines Kollegen ums einem anderen zu geben. Eine einfache Umverteilung also. 
Das erklärte Ziel des Gesamtbetriebsrat ist weiterhin die Tarifbindung der Firma Wöhrl!

Sonntag, 2. August 2015

36 Tage Urlaub für alle!!!
Mal wieder ein aktuelles Thema, das eigentlich keines sein dürfte!
Uns ist zu Ohren gekommen, dass in einigen Filialen und Unternehmensteilen nicht alle Mitarbeiter 36 Tage Urlaub erhalten!
Allen Mitarbeitern steht der gleiche Jahresurlaub zu und trotzdem versucht die Wöhrl-Unternehmensleitung das stillzuschweigen!
Hier nochmal deutlich  für alle verständlich: allen Mitarbeitern stehen 36 Tage Urlaub zu! Auch den 450,- € Kräften ( und zwar diskussionslos und vollständig! ) Bei wem das bisher nicht so gehandhabt wird, der soll das umgehend schriftlich bei seinem Geschäftsleiter einfordern! Ihr könnt die Vergütung hierfür rückwirkend einklagen! Lasst euch nicht von so nem Käse wie "anteiliger Berechnung etc." beirren, denn die Berechnung der Vergütung ist die einer Vollzeitkraft Monatsstunden:4,33:6 Tage
36 Tage Urlaub für alle Mitarbeiter - alles andere ist Diskriminierung und doppelt in die Tasche der  Mitarbeiter gegriffen! Einmal beim Durchschnitt der Vergütung für einen Urlaubstag und zweitens in der Anzahl der zu bezahlenden Urlaubstage!
Sollte eine solche Ungleichbehandlung  und gesetzlich verbotene Diskriminierung  in einem Haus mit Betriebsrat passiert sein, dann macht euren BR doch bitte darauf aufmerksam, damit er das für alle überprüfen kann.
In den betriebsratslosen Häusern sprecht bitte die Kollegen auf dieses Thema an, macht euren Anspruch beim Geschäftsleiter geltend und denkt über eine Betriebsratswahl nach!

Freitag, 24. Juli 2015

Erste Streiks bei Wöhrl ein voller Erfolg!


Kulmbach 
Mutige Kollegen und Kolleginnen haben sich ein (Tarif-) Herz gefasst und haben gestreikt, um in den laufenden Tarifverhandlungen unterstützend mitzuwirken, sich solidarisch mit den Mitarbeitern von real,- zu zeigen und aber auch für die eigenen Kollegen und Kolleginnen für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu kämpfen.
Die Wöhrlianer wollten ein deutliches Zeichen Richtung Unternehmensleitung Wöhrl senden und ihren festen Willen zum Kampf um eine Tarifbindung der Firma Wöhrl zu zeigen!

Das Wöhrl Haus München OEZ hat am 20.06.2015 gestreikt. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich auf einen Protestmarsch nach Augsburg gemacht.
Belegschaft München OEZ
Das Wöhrl Haus Bayreuth konnte morgens am 16.07.2015 nicht öffnen. Die Kolleginnen schlossen sich einem Protestmarsch mit anschließender Kundgebung in Kulmbach an.
Belegschaft Bayreuth

Donnerstag, 2. Juli 2015

Gegensätzlicher geht es wohl nicht!
Wöhrl Mitarbeiter fordern den Tarif – SinnLeffers Mitarbeiter haben ihn –NOCH!
Da den Kollegen und Kolleginnen von SinnLeffers wohl nahe gelegt wurde sich das „wöhrlsche Entlohnungssystem“ überstülpen zu lassen, wollen wir hier darüber offen sprechen.
Das Entlohnungssystem bei Wöhrl ist wohl das ungerechteste und teamfeindlichste das man sich vorstellen kann!
Nach Betriebsvereinbarung verdient der Verkäufer nach dem 7.Berufsjahr 11,- € brutto pro Stunde-danach gibt es keine Erhöhung mehr. Dazu könnte eine Leistungsprämie kommen - aber nicht jeder erhält eine Prämie, das ist auch abhängig von der Abteilung, der Anzahl der Kollegen und der Höhe des Umsatzes im Allgemeinen.
Es gibt bei Wöhrl weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld.
Ein Großteil der Mitarbeiter im Verkauf liegt weit unter dem tariflichen Jahreseinkommen.
Durch die stetig sinkenden Umsatzzahlen werden es immer mehr Kollegen und Kolleginnen die ein Jahreseinkommen weit unter dem tariflichen haben.
Bei den Nebenbereichen, wie Kasse, Deko oder Logistik, sieht es noch schlimmer aus, da dort niemand die Möglichkeit hat sich eine Leistungsprämie zu verdienen. Die Stundenlöhne liegen unter dem Tarifentgelt und Sonderzahlungen wie Urlaub- oder Weihnachtsgeld gibt es nicht.
Abgesehen von der gravierenden finanziellen Schlechterstellung der Wöhrl Kollegen gegeüber den Mitarbeitern von SinnLeffers, ist dieses Entlohnungssystem keine berechenbare Größe für den Mitarbeiter. Die Monatslöhne sind extrem schwankend.
Die Berechnung der Prämie ist vom Mitarbeiter nicht zu kontrollieren. Es gibt unterschiedliche prozentuale Prämie je nach Artikelkategorie, auf den Nettowarenpreis und erst nach Abzug aller Rabatte und Reduzierungen.
Diese Bezahlung sorgt für ein unkollegiales Verhalten, Betrug und oftmals auch für verärgerte Kunden.

Schlussendlich sollten die Wöhrlianer mehr um den Tarif kämpfen und die SinnLeffers Kollegen extrem stark an ihrem Tarif festhalten!


Samstag, 27. Juni 2015

Lohnabrechnungen durch SAP 
Liebe Kollegen und Kolleginnen,
wie Ihr ja alle wisst und meist schmerzlich im Geldbeutel  bemerkt habt, ist die Firma Wöhrl seit längerem nicht in der Lage eine korrekte Lohnabrechnung zu erstellen. Seit Einführung des EDV Programmes SAP zum ersten Januar  waren die Berechnungen größtenteils falsch. Selbst die Korrekturen der Korrekturen und die Korrekturen der Korrekturen sind keinesfalls alle richtig!
Fehler entstanden z.B. dadurch, dass
·         die Feiertage im Januar nicht bezahlt wurden
·         Krank- und Urlaubstage nicht berechnet wurden
·         kein Mankogeld an die Kassiererinnen überwiesen wurde
·         Sozialabgaben falsch berechnet wurden
·         Sparverträge nicht bedient wurden,
·         die Summe der Arbeitsstunden falsch addiert wurde,
·         etc…. die Liste der möglichen Fehler ist schier unendlich lang und betrifft alle Mittarbeiter von der 450,-€ Kraft bis hin zum Azubi.
Der größte Fehler wurde aber bei der Berechnung der Provision gemacht!
Hier wurde teils das Provisionssystem von SinnLeffers als Grundlage zur Berechnung benutz, d.h. prozentuale Berechnung auf den Bruttowarenpreis, auf den Artikelpreis ohne Reduzierung und Provision ab dem ersten Teil. Das führte zu dieser überaus, im ersten Moment erfreulichen, hohen Prämie!
Der Arbeitgeber fordert diese zu hoch ausbezahlte Prämie von Euch zurück. Wie Ihr wisst sollte diese Rückforderung sofort zum Abzug gebracht werden. Der Gesamtbetriebsrat hat sich eingeschaltet und mit dem Arbeitgeber vereinbart, dass erst nach vollständiger Klärung der Fehler und nach Erhalt von nachvollziehbaren und korrekten Abrechnungen diese Rückforderung geletend gemacht wird. Anders als im Schreiben von Herrn Rösch an die Mitarbeiter, wird diese Rückforderung auch in der Mai und Juniabrechnung nicht gemacht!
Obwohl sich der Gesamtbetriebsrat  in dieser Sache bemüht, sei hier eindringlichst darauf hingewiesen, dass alles was mit Lohn zu tun hat Individualrecht ist und der Betriebsrat hierauf keinen Einfluss nehmen kann! Was bedeutet, dass jeder Mitarbeiter selbst juristische Schritte einleiten muß, um eine korrekte Lohnauszahlung zu erhalten!  Hier kann wohl niemand mehr nachvollziehen, was überhaupt berechnet wurde! Mehr als zu empfehlen ist jetzt eine Mitgliedschaft bei der VERDI, denn damit habt ihr auch eine Arbeitsrechtschutzversicherung.
Aus unserer Sicht besteht hier eine absolut begründete Besorgnis, dass das nicht zu Gunsten der Mitarbeiter enden wird!

Gewerkschaftsmitglieder sind automatisch arbeitsrechtschutzversichert!
Mobilisiert Euch. Organisiert Euch.
Euer Blogger-Team

P.S.: Nachdem was man so aus der Zentrale munkeln hört, wird auch die kommende Abrechnung wohl nicht vollständig richtig sein!

Freitag, 22. Mai 2015

Achtung Teilzeitkräfte auf Basis 450,- € !

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

die Wöhrl AG hat sich was Neues einfallen lassen. Als gäbe es nicht genug offene Baustellen!
Wöhrl hat vor, die Teilzeitmitarbeiter auf geringfügig beschäftigter Basis in eine Dienstleistungsgesellschaft ( WTHG = Wöhrl Textilhandelsgesellschaft ) deren Betriebszweck unter anderem die Arbeitnehmerüberlassung ist, umzufirmieren.

Das heißt: Die 450,- € Kräfte sollen die Kündigung erhalten.
Danach werden sie dann in der WTHG eingestellt und zu Leiharbeitern gemacht.

ACHTUNG:
Keiner sollte oder muss einen neuen Vertrag, Übergangsvertrag, eine Kündigung etc.  unterschreiben !
450,- € Kräfte sind keine Aushilfen! Sie sind geringfügig beschäftigt Teilzeitmitarbeiter mit sämtlichen gesetzlichen Rechten und Pflichten. In den Wöhrl Filialen sind diese Kollegen und Kolleginnen meist in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, mit langer Betriebs-zugehörigkeit, regelmäßigen Arbeitszeiten und dem Recht auf 36 Tage Urlaub etc.
Und das soll auch so bleiben!
Bekommt einer von Euch einen solchen Vertrag unter die Nase gehalten, können wir nur raten: bedanken, einstecken und ab zum Betriebsrat bzw. Gesamtbetriebsrat!
Nichts unterschreiben und der Kündigung schriftlich widersprechen! 
Die bloße Stundenzahl rechtfertigt keine Kündigung! Betriebsbedingte Kündigungen sind das auch nicht! Sollte der Arbeitgeber Euch unter Druck setzen oder rechtliche Vertreter bemühen, dann stehen der Betriebsrat und die Gewerkschaft Euch tatkräftig zur Seite!
Aber auch hier ist wieder mal zu beachten:
INDIVIDUALRECHT- EIGENE KÜNDIGUNGSSCHUTZKLAGE.
Empfehlenswert hier: Mitgliedschaft bei Verdi mit Arbeitsrechtsschutz und Beratung.

Unsere Kollegen sollen Kollegen bleiben und nicht Fremde im eigenen Haus oder
Arbeiter auf Abruf für irgendwann im Nirgendwo!

Wie Ihr sehen könnt, liebe Kollegen und Kolleginnen, vieles verändert sich und nicht zum Besten! Hier unser Apell an Euch: Gründet Betriebsräte – dringend - und organisiert Euch gewerkschaftlich! Auch 450,- € Mitarbeiter können Betriebsräte werden!
Es bricht ein neues Zeitalter an, bereitet Euch vor.
Beim Wunsch nach Betriebsratswahlen unterstützt Euch auch Dominik Datz von Verdi (siehe Impressum).

Es grüßt Euch herzlichst
euer Blogger Team


Samstag, 16. Mai 2015

Haus Zwickau schließt 2016


Liebe Kollegen und Kolleginnen.

Haus Zwickau schließt. 


Zwickau ist für Wöhrl offen bekundet ein wirtschaftlich guter Standort.

- Aber der Ort der Filiale entspricht nicht der von Wöhrl gewünschten Lage in Zwickau.

Die Stadt Zwickau und das Stadtmarketing, wie auch die örtliche IHK möchten Wöhrl dabei unterstützen einen neuen besseren Filialstandort zu finden.

- Wöhrl arbeitet lieber einen Sozialplan für langjährige Mitarbeiter aus.

Man hält sich aber ein Hintertürchen für eine Zukunft in Zwickau offen – man will ja nicht die dortige Stammkundschaft verprellen.

- Vielleicht für ein Outlet? Vielleicht für jüngere und billigere Mitarbeiter? Wer weiß?

Man kann dem Zwickauer Betriebsrat, den Kollegen und Kolleginnen dort nur raten, sich nicht kampflos der augenscheinlich ausweglosen Situation zu ergeben.
Eine Abfindung ersetzt keinen Arbeitsplatz!
Wir hoffen, dass  die Zwickauer Mannschaft zusammensteht und sich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze engagiert. Holt Euch Unterstützung bei der Gewerkschaft, der Kommunalpolitik und vor allem bei Eurer Kundschaft!

Mit der angebotenen Hilfe der Stadt und einem willigen verantwortungsvollen Arbeitgeber könnte es sicher gelingen einen attraktiven Standort innerhalb eines Jahres zu finden!

Einen besonderen Gruß an unsere Zwickauer Kollegen und Kolleginnen-
unserer Solidarität könnt Ihr Euch sicher sein!

Euer Blogger Team


Freitag, 17. April 2015