Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge rund um das Unternehmen Wöhrl transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Lasst Euch nicht über den Tisch ziehen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Filialen,
leider mußten wir hören, dass die Unternehmensleitung die Geschäftsführer der einzelnen Häuser aufgefordert hat, die Mitarbeiter aufzufordern Ihre vertraglichen Arbeitsstunden zu reduzieren! Wir sind darüber sehr erbost!
Es gibt viele Möglichkeiten für ein Unternehmen Personalkosten, soweit denn wirklich sinnvoll oder ernsthaft nötig; einzusparen, ohne den Mitarbeitern hinterrücks ihre Rechte abzuschwatzen!
Hier sei erwähnt, dass es Möglichkeiten über die Agentur für Arbeit oder etwa über einen Sanierungstarifvertrag gibt.
Bei beidem würde man die wirkliche wirtschaftliche Lage des Unternehmens überprüfen und bei oben genannten Tarifvertrag auch noch das zukünftige Konzept auf Sinnhaftigkeit. Z. B. würde festgelegt werden wie lange diese Maßnahmen andauern und ab wann der normalen Tarifvertrag für Euch gezahlt wird, es würde Absprachen zu Beschäftigungssicherung- und Standortsicherung geben etc.
So jedoch würdet Ihr einfach mal auf Geld verzichten ohne Gegenleistung. Ihr bringt das gleiche Engagement für die Firma und habt aber persönliche finanzielle Schwierigkeiten. Oder verzichtet Euer Vermieter auf einen Teil der Miete solange es Wöhrl schlecht geht? Oder bezahlt Ihr fürs Brot zukünftig weniger?
Abgesehen davon, dass ein Verzicht eurerseits sich auf Eure Rente unwiederbringlich auswirkt, wofür Euch Wöhrl auch nicht entschädigen wird. Auch bei eventuellem Arbeitslosengeld, Abfindungen o.ä. würde sich Euer Verzicht auswirken!
Wie gesagt alles ohne Gegenleistung!!!! Keine Beschäftigungssicherung, keine zukünftige Entschädigung, keine Aussagen über ein Ende der Sparmaßnahmen oder eine Garantie für die bisherigen Vertragsstunden.
Auch wisst Ihr nicht, was mit dem von Euch gegebenen Geld passiert? Unwahrscheinlich ist doch, dass es bei Euch in der Filiale bleibt! Es wird verdunsten, wie auf einem heißen Stein!
Oder glaubt hier Jemand ernsthaft, dass wenn der ein oder andere ein paar Stunden dem Unternehmer einspart, dass das ein zukunftsfähiges Konzept ist? Steigert das den nötigen Umsatz? Oder geht weiter Umsatz verloren, weil keiner mehr den Kunden bedient?
Alles was Ihr wisst, ist, dass mal wieder am kleinsten gespart werden soll, dass der mal wieder bluten soll. Was Ihr nicht wisst wofür!
Auch nicht wisst Ihr, ob noch andere verzichten! Die Verursacher schlechten Managements, schlechten Einkaufs oder nostalgische Verbandelungen, die keinen Mehrwert für das Unternehmen haben.
Solange diese Fragen nicht geklärt sind und die Mitarbeiter auch weiterhin nicht gehört werden, wenn es um Verbesserungen geht, können wir Euch nur eindringlichst davon abraten ohne Gegenleistung zu Verzichten!
Zwingt Euren Arbeitgeber dazu sich verbindlich, berechenbar und transparent zu machen!
Keine Tropfen von Euch für den heißen Stein!


Kommentare:

  1. Es ist schon sehr erschreckend , wie dieser " ausgezeichnete " Arbeitgeber agiert. Wie schon im letzten Jahr, müssen im laufenden Geschäftsjahr wieder einmal drastische Sparmaßnahmen durchgesetzt werden . Wer leidet wieder unter diesem Zwang ? Natürlich die Kolleginnen und Kollegen in den Filialen. Was über viele Monate und Jahre in der ZV in den oberen Etagen verbockt wurde , dürfen wir jetzt ausbaden . Es ist kein Geld da , ja wo ist es denn geblieben ? Es gibt einen Chef bei einer Hotelkette , 30 Jahre jung , mit dem Familienname Wöhrl. Wo kommt das Geld für dieses Unternehmen her ? Hat das der junge Mann erarbeitet ? Ich bin einfach nur wütend und entäuscht , darüber, dass die Mitarbeiter unter den Fehlentscheidungen der Verantwortlichen leiden müssen !!!

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  2. Ja da muss ich dir recht geben! Und dann wird einem auch noch richtig Angst gemacht ! Jetzt werden die Mitarbeiter so unter Druck gesetzt ! Keiner kann diesen Anforderungen gerecht werden. Mit dem Verhalten die Mitarbeiter unter Druck zu setzen und Angst zu machen bewirkt ihr genau das Gegenteil. Es ist sicherlich mehr als genug Geld da ! Aber man musste das Geld ja in eine marode Firma investieren ! Wovon kein Wöhrl Mitarbeiter von Anfang an überzeugt war. Und jetzt müssen wir das ausbaden ! Schämt euch !

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  3. Sehr, sehr schade, dass es so weit kommen musste. Wo bleibt bitte die Verantwortung und Führsorgeoflicht für die Mitarbeiter?

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  4. Es ist nicht nur sehr schade, es ist ebenfalls wirklich unangebracht, dass hier von einem "maroden Unternehmen" gesprochen wird! Bevor man solche Worte in den Mund nimmt, sollte man sich doch mal mit den wirklichen Zahlen beschaftigen! Und dabei bitte nicht vergessen, dass sich nunmal die UL dafür entschieden hat und das sicher nicht ohne Grund. Hierbei sollte ebenfalls nicht ausser Acht gelassen werden,dass auch in diesem Partnerunternehmen die Kollegen für sämtliche Fehlentscheidungen derzeit bluten müssen! Trotzdem sollten alle Kollegen gemeinsam dafür einstehen, zurück zur Tarifbindung zu kommen.
    Kurz zum ersten Kommentar-der Hotelboss hat nichts mit der Rudolf Wöhrl AG zu tun!

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  5. Ererbtes Geld des Hotelchefs kommt also NICHT aus der Stammfirma Wöhrl??
    Wie kann man das übersehen?..?...?
    Das muss den Mitarbeitern aber gut erklärt werden. Die sind leider nicht blind genug dafür!!!

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  6. Marode ist leider schon das richtige Wort! Allerdings für SL und Wöhrl! Wenn in einem Laden etwa fünf Jahr nicht investiert wurde ist er im Handel faktisch tot. Das trifft auf so ziemlich alle Filialen zu. Und dort wo Geld für Umbauten investiert wurde, ist das so schlecht gemacht worden, dass es dem Kunden graust sich dort aufzuhalten. Bestes Beispiel dafür ist das Nürnberger Stammhaus! Der neue Geschäftsleiter dort hat das Geld wirklich verbrannt! Der Umsatz ist in den Keller gegangen, die Kunden bleiben aus und dieser Herr ist jetzt auch noch zu Höherem berufen worden!!! Er soll jetzt die Restrukturierungen im Vertrieb übernehmen! Keinerlei Qualifikation, keine Erfolge, keine Begabung - ich kann nur den Kopf schütteln und befürchte das Schlimmste!

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  7. Lasst euch bloß nichts nehmen ! Geld oder Stunden o.ä.! Das bringt gar nichts!

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  8. Leider gibt es sogar Betriebsräte, die ihre eigenen Leute schon mit über den Tisch ziehen. Mein Betriebsrätin hat mir nahe gelegt Stunden zu opfern! Wir müssen jetzt zusammen halten und so nen Shit! Dann soll sie doch schon mal anfangen- sie geht schließlich als letzte! So blöd bin ich dann auch nicht!

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    1. Oha! Lieber Kollege, es ist dein gutes Recht auf ddeine vertraglichen Stunden zu bestehen. Da lass dich nicht unter Druck setzen. Sollten Betriebsräte so etwas unterstützen, dann müsst ihr diese hinterfragen!

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  9. Schämt euch! Geht doch in die freie Wirtschaft

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