Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge rund um das Unternehmen Wöhrl transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Freitag, 30. September 2016

Was ist das für ein Umgang mit Mitarbeitern?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,



gerade überschlagen sich mal wieder die Ereignisse!
Wir möchten Euch gern die Pressemitteilung des Unternehmens in Auszügen in Erinnerung rufen, die jetzt einen Monat alt ist.
Wir haben mal unsere ganz persönlichen Gedanken (im Folgendem rot) einfließen lassen.



 Stärkung der Kapitalbasis und Sicherung der Finanzierung: Zur erforderlichen weiteren Stärkung der Kapitalbasis läuft für die Rudolf Wöhrl AG derzeit eine strukturierte Investorensuche. Die Eigentümerfamilie Gerhard Wöhrl hat in diesem Zusammenhang ihre Bereitschaft zu einer unternehmerischen Partnerschaft erklärt, gegebenenfalls auch als Minderheitsgesellschafter.
Das ist doch mal ein feiner Zug der Familie, oder?
Jahrzehntelang gut gelebt, nichts investiert, keine Entwicklung in die Zukunft. Das Unternehmen hat seinen Dienst getan, die Brut versorgt, der Pöbel kann gehen.



Andreas E. Mach, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl AG: „Wir sind auf das Schutzschirmverfahren gut vorbereitet. Mit Dr. Christian Gerloff haben wir zudem einen in unserer Branche erfahrenen Restrukturierungsexperten an der Seite."
 
Senkung der Kosten und Verschlankung der Strukturen: Das Portfolio aus 34 Filialen in Ost- und Süddeutschland wird derzeit dahingehend geprüft, welche Standorte langfristiges Wachstums- und Ertragspotenzial haben. Defizitäre Filialen ohne solches Potenzial werden zeitnah geschlossen. Zudem prüft der Vorstand am Standort Nürnberg den Umzug und die Verkleinerung der Hauptverwaltung sowie die Restrukturierung der in eine Gesellschaft ausgelagerten Logistik, um Kosten zu reduzieren und Prozesse zu vereinfachen.


Nach solch einer Aussage bislang immer noch zu behaupten, man weiß noch nicht welche Häuser geschlossen werden,  ist eine Ohrfeige für alle Beschäftigten! Sehr wohl weiß man welche Häuser schlecht laufen und sich für das Unternehmen nicht rechnen! Und man sieht es ja gerade heute an Nadel und Zwirn oder der Wöhrl Textilhandelsgesellschaft. Kein Wort vorab an die Mitarbeiter!


Übliches Wöhrl Verhalten!

Man lässt die Menschen so lange wie möglich im Unklaren!



Kommentare:

  1. Also keine Warenlieferung mehr???????

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  2. anhand des o.g. Blog-Eintrags erkennt man wieder mal das mangelnde Niveau in der Auseinandersetzung mit zu diskutierenden Sachverhalten. Mit dieser Wortwahl disqualifiziert man sich als ernst zu nehmender Partner in der Bewältigung von aktuellen Problemen.
    Die persönlichen Angriffe auf Mitmenschen kann ich nicht akzeptieren und bitte um Respekt der jedem Menschen zusteht, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht jemand kommt. Die möglichen Fehler im Management ergeben nicht automatisch, dass man Spot und Häme über die Familie Wöhrl ausschüttet. Denn der, der frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein!

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    1. Partner, Gesellschaftsschicht, Respekt und Sünde ? Wie bist du denn drauf? Das sind keine Themen die zwischen dem Arbeitgeber Wöhrl und seinen Beschäftigten von Interesse sind. Man sieht auch jetzt die Mitarbeiter nicht als Partner, man behandelt sie nicht mit Respekt. Das zeigt der aktuelle Umgang. Und Arbeitgeber und Mitarbeiter in unterschiedliche Gesellschaftsschichten einzuordnen, legt die Arroganz nur offen. Sich in einer anderen Schicht zu glauben, nur weil man mehr Besitz hat , den Menschen für einen erarbeitet haben, ist wohl eine komplett falsche Selbstwahrnehmung! Arbeiterklasse bleibt Arbeiterklasse, das hätte man nicht vergessen sollen.

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    2. Ob dir die Wortwahl gefällt oder nicht, steht doch außer Frage. Der Sachverhalt wird in dem o. g. Kommentar sehr treffend formuliert und geschildert. Wer nun für die ganze Situation verantwortlich ist, steht ebenfalls außer Frage. Seit nunmehr einem Monat lässt man die Beschäftigten im " Regen " stehen, rückt nicht mit den Schließungen heraus, ist das ein respektvoller Umgang? Ich denke eher nicht. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Um so länger das hinausgezögert wird, desto schlechter geht es den Beschäftigten. Das ist vergleichbar mit russischem Roulett..........kann man da von Respekt sprechen? Ich denke eher nicht.

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  3. Das was wir hier derzeit erleben ist für alle die im Unternehmen arbeiten, eine schockierende, desillusionierende Ernüchterung mit besonders dramatischen Folgen für langjährige Mitarbeiter. Dass Geld über Jahre abgewandert ist anstatt investiert zu werden, das ist großen Teilen der Belegschaft bewusst!!! Offensichtlich wurde seit langer Zeit hinter verschlossenen Türen beratschlagt und entschieden den für die Mitarbeiter schonungslos, brutalsten Weg (Kündigungsfristen werden ausgehebelt, Abfindungen etc. ebenso) zu gehen.
    Wenn Existenzen bedroht werden kommt Wut auf und das ist auch vorhersehbar.
    Erst Schock, dann Wut,... dann nicht alles sprachlos und demütig hinnehmen.

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  4. Ursachenforschung:
    ...ich musste schon vor Jahren feststellen, dass ich als jahrzehntelanger Stammkunde, meine Bedürfnisse und Wünsche eher nach dem Modehaus Wöhrl richten sollte, als umgekehrt. deshalb überrascht mich diese geschäftliche Lage nicht.

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  5. Im Modehaus Wöhrl, Potsdamer Platz Arkaden in Berlin herrscht große Angst......
    Im Jahr 1998 wurde an diesem historischen Platz ein wunderschöner neuer Wöhrl eröffnet. Viele der Mitarbeiter arbeiten bis heute an diesem Ort. Die Firma Wöhrl hat sehr viel Geld an diesem Standort verdient. Jetzt wo Investitionen nötig sind, weil die langjährigen Stammkunden weg bleiben da macht man es sich ganz leicht, schließt das Haus und setzt die noch verbliebenen 42 sehr motivierten Mitarbeiter auf die Straße. Das Modehaus am Potsdamer Platz ist renovierungsbedürftig und benötigt dringend ein neues Konzept, dazu war und ist keine Zeit und kein Geld da!!! Die Zeche für die jahrelange Misswirtschaft des Unternehmens zahlen nun wir Mitarbeiter.......
    Die momentane Stimmung im Haus ist geprägt von der Angst um den Arbeitsplatz und die Zukunft.
    Sehr geehrte Familie Wöhrl, ist das jetzt der Dank an uns Mitarbeiter für fast 2 Jahrzehnte Arbeit? Geht man so mit Menschen um?

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    1. das stimmt so nicht. In dieser Filiale wurde immer viel umgebaut - leider hat es nicht geholfen, dies ist nicht die Schuld von den Mitarbeitern oder des Unternehmens, man muss einfach feststellen, dass es in Berlin sehr eng geworden ist!

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  6. Nicht nur in Berlin herrscht Angst. Wir fühlen mit euch.
    Aber der größte Hammer kommt noch für alle Mitarbeiter.
    Nachdem die Firma das Insolvenzgeld nach dem Progressionsvorbehalt zahlen lässt, also keine Lohnsteuer abführt, müssen alle Mitarbeiter nächstes Jahr einen Lohnsteuerausgleich machen.Dies bedeutet das das eh schon niedrige Insolvenzgeld beim Finanzamt komplett in die Berechnung der Steuer mit einfließt und demzufolge meine Kolleginnen und Kollegen kräftig an Steuern nachzahlen müssen. Jedoch hätte ein sozial eingestelltes Unternehmen dies verhindern können, indem die ermittelte Lohnsteuer gezahlt worden wäre.
    Durch dieses Verhalten des Unternehmers werden die kleinen unterbezahlten Angestellten doppelt bestraft.
    Als erstes verlieren viele die Jobs und dann dürfen diese auch noch, wegen der Unfähigkeit und gutgläubigkeit der Unternehmensführung, mit Ihrem geringen Einkommen bluten. Das ist die größte frechheit die ich je in meinem Leben erlebt hab. Hier mal ein Link des Finanzamtes in Bayern für einen Progressionsrechner http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Steuerberechnung/Progressionsvorbehalt/
    Da kann sich jeder mal ein Bild machen was nächstes Jahr auf einen zukommt.
    So ein Verhalten spricht nicht für einen Arbeitgeber des Jahres. Dieser Titel ist sowas von lachhaft.
    Von sozialer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern kann und wird bei Wöhrl wohl nie nachgedacht. So etwas grenzt schon an Fürsorgepflichtverletzung.

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    1. So ein Blödsinn! Hast DU Dir mal Deinen Lohnzettel richtig angesehen? Dein Gehalt ist ganz normal abgerechnet worden - mit Lohnsteuer!
      Es ist richtig das jeder der Lohnersatzleistungen erhält (Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Kurzarbeitergeld...) verpflichtet ist eine Lohnsteuererklärung abzugeben. Für die Berechnung des endgültigen Steuersatzes wird das Insolvenzgeld herangezogen, mit diesem Steuersatz wird das gesamte Jahreseinkommen versteuert, da aber jeder sein Einkommen ohnehin versteuert bekommt, dürfte es kaum Unterschiede geben, so das es wohl eher nicht zu Nachzahlungen kommen wird! Also nicht gleich wieder durchdrehen.

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    2. Ach ja, Blödsinn!!!
      Schon mal die Finanzbeamten vom Amt gefragt?
      Und ja, ich habe mir meine Abrechnung angesehen. Doch was soll das nutzen? Ich bekomme doch jetzt kein Gehalt sondern eine Ersatzleistung. Diese nennt sich Insolvenzgeld. Es ist mir wohl klar das auf dem Papier auch die Abzüge stehen, aber die werden doch nicht gezahlt. DU kannst Dich ja bereit erklären jedem einzelnen Mitarbeiter dann ja das Geld zu zahlen das dann als Steuernachzahlung gefordert wird, gerade weil DU Dir da soooo sicher bist. Na, wie wäre der Vorschlag?

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    3. ... ja, habe einen Finanzbeamten gefragt :P

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  7. Wie lange dauert denn das noch, bis die oberen mal ihren mund aufmachen. Es grenzt ja schon an unverschämtheit die eigene Mitarbeiter so hinzuhalten.

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  8. Berlin....und Roth.....Nbg Langwasser....München.....vorerst!!!

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  9. Wenn jemand hier schon irgendwelche Häuser namentlich nennt, würde ich vorschlagen dies auch zu begründen. Erstens woher man das so sicher weiß und zweitens ausführlich im Bezug auf die Häuser! Z.B. welches der Münchener Häuser! Drittens dient so ein Kommentar nur dazu mehr Angst und Panik zu verbreiten...Das haben wir schon genug!!! Danke!

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  10. Antworten
    1. Wir aus Roth hatten gestern Abend Betriebsversammlung! Sind leider mit dabei!Ende März 2017

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    2. In so ziemlich jeder regionalen Presse und TV steht das!

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  11. Wir aus Haus Roth sind leider betroffen. Ende März schließen wir!

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  12. Tut mir echt leid :( ich hoffe für euch das es irgendwie weiter geht

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