Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge rund um das Unternehmen Wöhrl transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Samstag, 2. April 2016

So geht es uns gerade!

Depressionen sind einer der Hauptgründe für Arbeitsausfälle und Frühverrentungen. Dabei besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen Arbeitsplatzunsicherheit und psychischen Leiden – so eine aktuelle Studie schwedischer Psychologen. 
Die Forscher untersuchten in ihrer Studie, inwieweit die zunehmenden Fehltage wegen seelischer Erkrankungen und die Arbeitsplatzunsicherheit zusammenhängen.
Erwerbstätigkeit ist für persönliche Identität von Bedeutung
Das Ergebnis der Studie: Die Erwerbstätigkeit ist nicht nur für das wirtschaftliche Wohlergehen, sondern auch für die persönliche Identität von elementarer Bedeutung. Ein drohender Jobverlust verursacht erheblichen Stress und erhöht so das Risiko psychischer Störungen.
Arbeitnehmer in Entscheidungen einbinden
Dieser Befund zeigt, wie wichtig es für die seelische Gesundheit von Beschäftigten ist, Jobunsicherheit zu reduzieren. Die Forscher empfehlen, betriebliche Umstrukturierungen durch klare und transparente Kommunikation zu begleiten und Arbeitnehmer in Entscheidungen einzubinden.

Diese Problematik spüren wir bei Wöhrl seit Jahren und gerade momentan extrem in den Verkaufshäusern. Unsere Kolleginnen leiden unter den wöhrlschen Methoden extrem. Seit Jahren wurde von Januar bis März gepredigt, dass es dem Unternehmen so schlecht geht, dass kein Geld mehr für Arbeitsmaterial und Personalkosten da ist. Damit war gemeint, dass der Tesafilm von zuhause mitgebracht wurde und Mitarbeiterinnen auf Arbeitsstunden verzichteten. Jedes Jahr das gleiche. Jahr für Jahr. Immer wieder.
Doch dieses Jahr wurde das Ganze noch getoppt!
Uns Mitarbeitern wurde erklärt, dass am 31.03.2016 das  entscheidende Sandkorn durch die Sanduhr fällt! In der Zeit zuvor muß die Unternehmensleitung eine Trendwende eingeläutet haben, damit das Unternehmen in der vorhanden Form weiter existiert! Und wir Mitarbeiter sind hauptsächlich dafür verantwortlich! Wir sollen mehr verkaufen, motiviert und erfolgreich sein! Es liegt an uns, ob es weiter geht oder nicht! Motiviert man so Mitarbeiter? Begleitet man so seine Mitarbeiter durch eine Krise? Eine Krise die von ganz oben provoziert wurde? Eine Krise, die durch viel mehr gelöst werden muss, als durch Druck nach unten? 
Von einer Trendwende, die die Unternehmensleitung angehen sollte, ist nichts zu spüren. Was getan wurde ist das alljährlich Bekannte. Sämtliche Investitionen wurden eingefroren, Ausgaben gesperrt, Mitarbeiter entlassen und Stunden reduziert!
Über eine Umsatzsteigerung, um ein Ausrichtung für die Zukunft hat sich wohl von der Unternehmensleitung wohl niemand Gedanken gemacht. Zumindest ist es offensichtlich nicht überr Gedanken machen hinaus gegangen.
Und wir Mitarbeiter? Wir haben Angst! Existenzangst, Zukunftsangst! Und anstatt Begleitung bekommt man Druck.

Kommentare:

  1. Lieber Herr Wöhrl, hier sei Ihnen nochmals versichert, Sie müssen uns nicht noch mehr Angst und Druck machen! Der Druck, die Angst ist für uns seit Jahren gegenwärtig! Wir sind mit unserem Leben, mit unserer finanziellen Situation hoffnungslos vom Umsatz anhängig! Dieser unsägliche Umsatzlohn regiert unser Dasein. Ausschließlich. Nicht unser Können, Wollen oder unsere Motivation! Und Sie, der für all die Rahmenbedingungen eines guten Verkaufs, wie aktuelle Ware, gepflegte moderne Verkaufsflächen und sorgenfreies Arbeiten zuständig ist, lässt uns im Regen stehen!
    Das Minimum an Sorgfaltspflicht uns Mitarbeiterinnen sollten Sie wenigstens nachkommen! Sie sollten uns informieren und einbeziehen. Unsicherheit ist das Schlimmste was Sie uns antun können!

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  2. Ich hab es so satt, dass man so tut, als wären wir zu blöd, um mit uns zu reden!

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  3. Ich denke eh, dass das wieder nur Show ist! Sonst würde sich doch mal was ändern! Typisch für Wöhrl, dass mal wieder ein neuer Supermanager kommt oder ein verschollen geglaubtes Familienmitglied, das jetzt alles besser machen soll!

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  4. Lieber Herr Wöhrl,
    nur für den Fall dass Sie sich diesen Wahnsinn angetan haben, diese Seiten zu lesen, möchte ich stellvertretend für die vielen Mitarbeiter die gern beim Wöhrl arbeiten sagen, es gibt auch die Anderen, die ihren Arbeitsplatz beim Wöhrl zu schätzen wissen!
    Ich selbst bin noch nicht so lang dabei, deshalb kenne ich Welt da draussen sehr gut.

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    1. "Die Welt da draußen" ... Offensichtlich glaubst du wohl, dass du bei Wöhrl in einer Käseglocke mit rosa Wolken arbeitest! Irrtum, meine Gute. Da ist keiner anders, als da "draußen"!

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    2. Ist doch ein Wiederspruch in sich ! Woher willst du wissen wie wir uns fühlen nach jahrelangem hin und her auf und ab ! Keiner hier hat was davon gesagt das wir den Arbeitsplatz nicht schätzen es geht lediglich um unser Recht auf Wahrheit ! Und ohne persönlich werden zu wollen .. WIR wissen wovon wir reden wir sind lange genug dabei ! Also alles gute und wenn du noch nicht lange dabei bist wünsche ich dir viel Erfolg und das du weiter hin bleiben darfst den das ist ja momentan nicht gewiss !

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    3. Du sprichst stellvertretend für WEN? Man geht eigentlich davon aus, dass man das absprichst, bevor man für jemanden spricht!
      Nur ich bin mir sicher du hast da grad niemanden gefunden, der die momentane Situation toll findet!

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  5. Das ist schön wenn du die Welt da draußen kennst. Wenn du erst mal deine Befristung hinter dir hast, wirst du dir selber ein Urteil bilden können! Im Augenblick schafft das nur eine Handvoll Mitarbeiter. Das allein ist Verunsicherung genug, ob du bleiben darfst oder dich wieder beim Arbeitsamt melden musst. Das wird dir Erfahrungsgemäß aber niemand offen und ehrlich sagen! Viel Spaß beim Hoffen und Bangen um deinen Arbeitsplatz.

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  6. Gern auf Arbeit gehen, das kenne ich, Herr Wöhrl seit Jahren nicht mehr!! Das liegt an all dem, was sich hier in ihrem Namen ausgedacht wurde um immer wieder auf Umwegen Geld bei Seite zu schaffen, damit man das Unternehmen immer schön in den roten Zahlen hält...alles andere wäre ja auch steuerlich sehr teuer für Sie. WANN eigentlich ging es diesem Unternehmen mal gut ??? Es war hier ja immer knapp vorm Untergang, oder?
    Ich glaub ihrem Theater nix mehr!!! Vor neu geplanten Sparmaßnahmen war das Unternehmen auffallend immer in größter Not....tja und warum soll es diesmal ausgerechnet anders sein?
    Man kann Menschen auf diese Art auch irgendwann richtig wütend machen….
    SHOW MUST GO ON
    ...das ist schon klar. Das irgendwann die Rechnung kommt zeigt aber die Vergangenheit auch.

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  7. Es ist ja kein Wunder das es jedes Jahr zu diesen Maßnahmen kommt. Die "Schreibtischhengste" fühlen sich doch persönlich beleidigt wenn man sagt was falsch läuft in den Filialen. Die, in denen ihren Augen, "dummen Verkäufer haben doch keine Ahnung was in ihren Filialen verkauft werden kann. Da bekommt man nur modern Fit und slim Fit bei der Konfektion und pro Tag darf man mindestens 4-5 Kunden zur Konkurenz schicken da man die Wünsche ,obwohl dem Einkauf über Jahre kommuniziert,nicht erfüllen kann. Auch bei Abrufen entstehen große Lücken. Hallo!!! Wie sieht es denn aus mit dem Versprechen das bei Abrufen keine Lücken geduldet werden! Tja,wie immer nur heiße Luft.
    Mir kommt es so vor das alles mit Absicht so gehandhabt wird. Mit kaufmännischen Handeln hat so etwas nichts zu tun. Ich wünschte mir das die Unternehmensleitung endlich aufwacht, den richtigen Weg einschlägt und das wir wieder Geld verdienen mit dem was wir am besten können- Verkaufen!

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  8. Warum werden teure Titel statt Ware eingekauft???
    Warum ist es Ihnen so wichtig Titel zu kaufen???
    Warum gehen Sie mit Personal um als wären es Leibeigene???
    Kaufen Sie solche Titel deshalb, damit das nicht auffallen soll????
    Das dafür Geld da ist verärgert das Personal richtig...

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  9. Bei den diesjährigen persönlichen sogenannten "Entwicklungsgesprächen",die ich eh für sehr fragwürdig halte,werde ich den Punkt,Loyalität zur Firma komplett ignorieren....Schade,aber so wie wir vorgeführt werden und sogar für dumm verkauft werden,kann ich mich momentan nicht mehr mit Wöhrl indentifizieren.Und wenn es dem Grossteil der Mitarbeiter irgendwann auch so geht,dann könnt Ihr irgendwann tatsächlich zusperren.

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  10. Traurig aber alles wahr, was ich hier lese.
    Warum übernimmt Niemand endlich Verantwortung und klärt die Mitarbeiter wahrheitsgemäß auf.

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